Bruno und Maria

Veröffentlicht: Dienstag, 23. Mai 2017

Beispielhaft schildern wir hier den Werdegang von 2 unserer Schülerinnen und Schüler:

Bruno

Im Kindergarten fällt auf, dass Bruno klein, ängstlich und schüchtern ist. Er traut sich nichts zu und braucht viel persönliche Zuwendung.

Nach einer Beratung durch die Frühberatungsstelle schulen die Eltern B. direkt in die Förderschule ein.

In der Förderschule zeigt sich, dass B. sehr unruhig ist und große Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen hat. Er wirkt sehr schwach und kränklich.
Seine Stärke ist Fußball spielen. Auch zeigt er ein großes Einfühlungsvermögen.

Er begeht immer wieder individuelle Lernwege.
Z.B liest er am liebsten und auch am besten, wenn er auf der großen Schaukel liegt.
Beim Arbeiten, vor allem beim Schreiben, hüllt er sich gerne in den Vorhang ein.

Um seine Kenntnisse zu erweitern entscheidet er sich am Ende der 9. Klasse freiwillig für ein zusätzliches Schuljahr und macht dann den Abschluss der Förderschule.

Danach besucht er das Förderzentrum in Möhringen und schließt dort erfolgreich eine dreijährige Maurerlehre ab. Dadurch erhält er auch den Hauptschulabschluss.
 

Maria

Im Kindergarten fällt auf, dass M. viel Streit mit anderen hat. Sie wirkt ängstlich und auch ihre Sprache ist auffällig.

Mit 7 Jahren wird sie in die Grundschule eingeschult. Dort gilt sie als Einzelgängerin und wird als ängstliches Kind, das stiehlt und lügt und Geschichten erfindet beschrieben.
Sie hat große Probleme in Deutsch und Mathematik.
Die 1. Klasse wiederholt sie freiwillig und erreicht das Klassenziel der 2. Klasse nicht.

Dann wechselt sie an die Förderschule.
Zunächst ist sie ungeschickt, unsportlich, schnell verunsichert und traut sich nichts zu.
Sie ist extrem angepasst und sucht dauernd nach Kontakt, Anerkennung und Aufmerksamkeit.
Freiarbeit und Wochenplanarbeit geben ihr die Möglichkeit, in ihrem Tempo zu arbeiten. Dadurch schafft sie zunehmend mehr Aufgaben.

Beim Abschluss in der 9. Klasse der Förderschule ergibt sich folgendes Bild:
Bei Sachen, die sie sich zutraut ist sie motiviert. Sie ist durchsetzungsfähiger und erledigt Aufgaben verantwortlich und selbständig.

Nach dem Förderschulabschluss macht sie ein einjähriges Berufsvorbereitungsjahr (BVJ).
Danach arbeitet sie als angelernte Hilfskraft in einem Industriebetrieb.

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